Baby und Schnuller – was Eltern wissen sollten

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Das Thema Baby und Schnuller ist besonders in der Zeit der Schwangerschaft und nach der Geburt ein heiß diskutiertes Thema. Manche sind komplett gegen den „Dutzi“, andere wiederum haben positive Erfahrungen damit gemacht. Von Extrembeispielen wie Fehlstellungen der Zähne bis hin zu einer ruhigen Nachtruhe für Groß und Klein reichen die Argumente. Stillfreundliche Krankenhäuser verbieten ihren Patientinnen mehr oder weniger den Gebrauch von Schnullern, in anderen Geburtsabteilungen gehört der Schnuller von Beginn an dazu. Kein Wunder also, dass sich werdende Eltern mit Informationen versorgen, um dann die beste Entscheidung für ihr Kind zu fällen. Natürlich kann ein Schnuller das Original, die mütterliche Brust, nicht ersetzen. Doch darum geht es auch gar nicht. Ein Schnuller kann ein zusätzliches Beruhigungsmittel für den Säugling sein.

Wissenswertes rund um den Schnuller

Hebammen sind meistens keine großen Freunde von Schnullern. Besonders in den ersten vier Wochen sollte man ihrer Meinung nach auf einen Schnuller verzichten, da sich in dieser Zeit das Saugmuster entwickelt. Beim Schnuller muss das Baby genau entgegengesetzt saugen als an der Brust. Es kann also zu einer Verwirrung kommen. Muss aber auch nicht. „Schnullert“ ein Baby stundenlang, reduziert sich die Wachsamkeit des Zentralnervensystems. Die Synapsen im Gehirn verbinden sich nicht optimal, wenn viele Stunden am Tag der Schnuller im Mund steckt. Doch hier kann man ganz einfach Abhilfe schaffen. Indem man den Schnullerkonsum von Anfang an reglementiert. Stillberaterinnen plädieren dazu, Babys auch zur Beruhigung an die Brust zu nehmen, nicht nur, wenn sie Hunger haben. Doch das ist in der Praxis nicht immer umzusetzen, mal ist der Nachwuchs bei der Oma oder die Mama muss schon bald nach der Geburt wieder arbeiten gehen. Der Schnuller hat also in der Praxis sehr wohl seine Berechtigung. Nur auf die Dosis kommt es an!

Die richtige Verwendung des Nuckels

Um den richtigen Schnuller zu finden, haben sich die Hersteller ein einfaches Größensystem ausgedacht. Und doch bietet jede Marke eine etwas andere Saugerform an. Hier hilft also nur ausprobieren, welchen Schnuller das eigene Kind bevorzugt. Der erste Schnuller aus Gummi wurde übrigens im Jahre 1845 hergestellt. Während der Nuckel immer wieder mit Negativschlagzeilen zu kämpfen hat, gehen aktuelle Studien davon aus, dass mit einem Schnuller sogar das Risiko des Plötzlichen Kindstodes sinkt. Beim Kauf achten junge Eltern darauf, dass im Produkt kein Bisphenol A verwendet wurde. Denn diese Chemikalie kann zu Entwicklungsstörungen und Krankheiten führen. Vor dem ersten Gebrauch wird der Schnuller abgekocht und auch einen Ersatz sollte man immer griffbereit haben. Maximal drei Jahre sollte ein Schnuller regelmäßig verwendet werden, bei den meisten Kindern erfolgt die Abgewöhnung jedoch deutlich früher. Viele Säuglinge greifen – wenn kein Schnuller und auch die Brust der Mutter vorhanden sind – zum Daumen. Das führt jedoch im Vergleich zum Schneller vermehrt zu Zahnfehlstellungen. Und auch eine Stillirritation ist hier möglich. Das Thema Schnuller wird oft heiß diskutiert, frischgebackene Eltern hören am besten auf ihr Bauchgefühl. Sie werden sehr schnell merken, was ihrem Baby gut tut und was nicht.

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