Wie kompostiert man im eigenen Garten?

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Es gibt keinen natürlicheren Dünger als Kompost. Hergestellt wird dieser aus Bioabfällen aus Haus und Garten. Kompostiert wird bereits seit Tausenden Jahren und damit kann der Boden deutlich verbessert werden. Mit einem eigenen Kompost im Garten spart man sich also nicht nur Geld, sondern macht auch den Einsatz von zusätzlichen Düngemitteln überflüssig. Der Komposthaufen selbst sieht nicht besonders schön aus, aber mit einem Kastanienzaun als Sichtschutz kann dieser ganz einfach verdeckt werden.

Der ideale Standort

Es sollte gut überlegt werden, wo im Garten der Kompost an besten stehen sollte. Umrandet mit einem Zaun von Adéquat stört er in jedem Fall nicht das Gesamtbild des Gartens. Idealerweise ist er auch bei schlechter Witterung noch gut vom Gemüsebeet oder Haus aus erreichbar. Der Boden unter dem Komposter darf nicht versiegelt sein, da sonst durch Staunässe Fäulnis entstehen kann. Um Ratten oder andere Tiere vom Kompost fernzuhalten, kann ein feinmaschiges Gitter unter dem Komposter platziert werden. Außerdem ist ein halbschattiger und windgeschützter Standort von Vorteil, am besten unter einem Baum oder einer Hecke. Zusätzlich ist es ratsam, ausreichend Abstand zur Terrasse oder zum Fenster des Nachbarn zu halten, da etwaige Geruchsbelästigung schnell zu Streitigkeiten führen kann.

Welches Behältnis zum Kompostieren?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, worin der eigene Kompost hergestellt werden kann. Der klassische Komposthaufen eignet sich eigentlich für jeden Garten. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass dieser einiges an Platz benötigt. Der Komposthaufen kann mit Holzlatten oder auch einem Drahtgitter umzäunt werden. Wichtig ist, dass ein natürlicher Luft- und Wasseraustausch gegeben ist. Idealerweise besteht ein Komposter aus mindestens zwei Kammern: Wenn eine voll ist, kann schnell eine zweite angelegt werden. Für einen kleinen Garten kann auch ein sogenannter Schnellkomposter angeschafft werden. Dieses geschlossene System benötigt nur wenig Platz und ist zudem vor Tieren geschützt. Doch trotz eingebauter Belüftungssysteme staut sich Nässe leichter und die Wahrscheinlichkeit, dass Fäulnis entsteht, ist höher als bei offenen Systemen. Eine Sonderform des Schnellkomposters ist der Thermokomposter. Damit hat man schon nach wenigen Monaten fertigen Kompost und muss nicht ein Jahr oder länger warten. Das Prinzip ist dasselbe wie beim Schnellkomposter, aber der Thermokomposter hat zusätzlich dicke und isolierte Wände und sein Inhalt bleibt so auch im Winter warm. So können die Mikroorganismen besser wachsen und die organischen Abfälle werden schneller zersetzt. Allerdings sind Thermokomposter nicht gerade preiswert. Wie auch die herkömmlichen Schnellkomposter bieten sie zudem nicht so viel Platz. Für größere Gärten mit viel Grünschnitt sind sie also nicht gut geeignet.

Was darf in den Kompost und was nicht?

Natürlich ist es wichtig zu wissen, was auf den Kompost darf und was sich dafür nicht eignet. Alle Obst- und Gemüsereste, sowie andere Essensreste können gut kompostiert werden. Ausgenommen davon sind allerdings Fleisch- und Knochenreste. Für den Kompost eignen sich auch alle Arten von Gartenabfällen, wie zerkleinerter Strauch- und Baumschnitt, getrocknetes Gras und Laub aber auch Schnittblumen oder alte Blumenerde. Kranke oder von Schädlingen befallene Pflanzenteile, sowie behandeltes Holz dürfen nicht kompostiert werden. Auch Glas, Kunststoffe, Metall oder Fäkalien haben im Kompost nichts zu suchen. Mit diesen Tipps steht der Herstellung des eigenen, 100% natürlichen Düngers nichts mehr im Wege.

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